Donnerstag, 5. März 2015

 Kupferdetails.

Auch an mir ist der Kupfertrend nicht einfach nur vorbeigegangen und hat nett gewinkt. Nein, er hat mich sogar ziemlich arg angeschubst und mich mit seiner Schönheit in seinen Bann gezogen. Zwar werde ich meine überwiegend goldenen Bilderrahmen jetzt nicht allesamt gegen kupferne austauschen, aber ich finde ein paar kleine Details in der momentanen Wohn-Trendfarbe ziemlich dufte. Die kleine Vase, die es sogar schafft meine Germanistikbücher irgendwie hübsch aussehen zu lassen, ist von Xenos. Kerzenhalter und Bilderrahmen habe ich beim berühmt-berüchtigten Schweden in der Home-Abteilung ergattern können. 

Meine eigenen vier Wände sind sowas wie eine niemals enden wollende Baustelle. In sehr regelmäßigen Abständen fallen mir Dinge auf, die verändert oder ausgetauscht werden könnten und wenn Zeit und Geld vorhanden sind, wird das auch meist umgehend getan. Vor wenigen Wochen fiel mir z.B. auf, dass ich einfach zu wenig Platz für meine Klamotten habe. Kurzerhand tauschte ich meine Malm-Kommoden mit drei Schubladen gegen die mit vier Schubladen aus. Ebenso mangelte es mir an Stauraum für meine Bücher und so musste Expedit mit acht Fächern (ja, was für eine Platzverschwendung für Bücher!) einem Billy-Regal weichen. Momentan bin ich zwar sehr zufrieden, aber vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis mir die nächste Baustelle ins Auge sticht...

Montag, 23. Februar 2015

 Der Bitchelor.


Eigentlich weiß ich gar nicht so recht, was ich zu einem TV-Format wie dem Bachelor sagen soll. Ich hätte genauso gut ein kurzes Video drehen können, in dem ich mir mit einer imaginären Knarre den Kopf wegballere. Nothing more to say. Allein das Konzept dahinter ist doch vollkommen Banane: Mehr als 20 Frauen, die um einen einzigen Kerl buhlen und sich teilweise derartig anbieten, dass es abartig ist und verboten gehört. Ich frage mich auch einfach, wie verzweifelt oder fernsehgeil die Damen sein müssen, um bei soetwas mitzuwirken. Es ist ja angeblich so, dass sie den Bachelor noch nie zuvor gesehen haben und absolut nichts über ihn wissen. Aber hat man nicht für gewöhnlich bestimmte Ansprüche an einen potentiellen Partner? Ich würde meinen Jahresurlaub oder meine Semesterferien niemals für jemanden opfern, den ich NULL kenne und wohlmöglich noch denken, dass derjenige, den ich in einer solchen Show kennenlerne, der Mann meines Lebens ist. Wie naiv kann man denn bitte sein? Irgendwer muss die Trullas da mal wachrütteln. Oder prügeln. 

"Soetwas hat ein Mann noch nie für mich getan." Ein Satz, der in dieser Sendung schon öfter gefallen ist. Traurig sowieso und vor allem - häh?! Tausch den "Mann" gegen "RTL" aus und ich stimme dir zu. Der Alltag wird sich nicht in Los Angeles in einer riesigen Villa mit Pool und allem möglichen Schnickschnack abspielen. Und es wird auch nicht mehrmals die Woche Helikopterflüge oder Elefantenreiten geben, meine Güte! Natürlich lässt man sich von sowas beeindrucken, aber man muss auch echt mal von seiner rosa Wolke runterkommen und auf dem Teppich bleiben. Und zwar nicht auf dem roten. Aber die Frauen schaffen es wohl ziemlich gut sich einzureden, dass es immer so besonders bleiben wird, weil er ja ganz anders ist als andere Männer. Am Ende holt einen die Realität eh ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Und zwar so hart, dass man meist mitten auf der Fresse landet und eine blutige Nase davonträgt, die eine 10er Packung jungfräulicher Taschentücher flugs tiefrot einfärbt. 

Dem Bachelor selbst kann man die ganze Geschichte nicht einmal verübeln. Die Frauen wissen ja, worauf sie sich eingelassen haben. Oder auch nicht. Die ersten stellen schon Besitzansprüche und ziehen Eifersuchtsszenarien ab. An seiner Stelle würde ich mich sehr ähnlich verhalten. Wieso denn auch die Katze im Sack kaufen, wenn da einfach mal 20 Weiber sind, die dir allesamt schöne Augen machen? Und mit Augen meine ich Brüste. Dabei sollte es doch eigentlich Trost und Hoffnung genug sein, dass es noch Männer in "freier Wildbahn" gibt, auf die sich nicht gleich 20 resignierte Single-Zicken pro Penis stürzen... 

Donnerstag, 19. Februar 2015

 You can't have one without the other.


via Esprit

Kinder, es ist soweit! Anfang Mai findet meine erste Hochzeit statt. Also natürlich nicht meine eigene; dann würde ich das anders formulieren, denn wenn ich heiraten sollte, dann nur einmal. Oder zumindest denselben Mann. Auch wenn ich zu der Hochzeit "nur" die Begleitung meines Freundes bin, ist das Ganze natürlich nicht weniger bedeutsam und aufregend. Schon mal wir dafür extra nach England fliegen werden. Trotz der Tatsache, dass es bis dahin noch rund zehn Wochen sind und sogar das Buchen der Flüge noch aussteht, ist das Thema momentan wahnsinnig präsent. Vorfreude, Euphorie und Aufregung geben sich die Klinke in die Hand und es dreht sich alles um die eine essentielle Frage: Was ziehe ich an?

Die obige Collage zeigt schon mal eine kleine Auswahl an potentiellen Modellen von Esprit. Besonders gut würde mir ein Bandeaukleid wie Numero 1 oder 4 gefallen. Was die Farben angeht bin ich mir allerdings unsicher. Das Rot oder sehr kräftige Koralle des ersten Kleids gefällt mir an und für sich richtig gut, aber dazu müsste ich an meinem Teint wohl noch etwas arbeiten (Münzmallorca ahoi!). Die zweite Variante wäre die sicherste und damit auch die langweiligste. Kleid Nummer 3 dürfte gerne etwas pastelliger sein und mehr ins Mintfarbene gehen. Der Farbton des letzten Kleids fällt für mich eigentlich komplett raus, aber hier finde ich die Spitze ganz süß. Was den Schnitt angeht, gewinnt für mich das erste Modell, während mich die Farbe von Kleid Nummer 3 am meisten anspricht - auch wenn ich's eben gern mintiger und pastelliger hätte.

Glücklicherweise habe ich noch ausreichend Zeit, um mich der Frage nach dem richtigen Kleid zu stellen und hoffe, dass ich vor Überforderung und Reizüberflutung nicht irgendwann kapituliere. Sobald ich eine Entscheidung gefällt habe, werde ich es euch natürlich wissen lassen.

Sonntag, 15. Februar 2015

 Guilty of Everything.


"Besser spät als nie!" ist mein Motto, wenn es darum geht, Ordnung in mein oft kreatives Chaos zu bringen. Zugegebenermaßen lassen sich diese vier Wörter auch auf jede Menge andere Situationen meines Lebens anwenden. In diesem Post soll es aber um eine Leidenschaft gehen, die wohl viele Leute hegen: das (Termin-)Kalendertum. Genauso gerne wie ich in Freunde- oder Poesiebücher geschrieben oder damals bei MySpace irgendwelche Random-Fragebögen ausgefüllt habe, widme ich mich heute mit Herzblut meinem Terminkalender. Die banalsten Dinge werden dort vermerkt, Kino- und Konzertkarten werden eingeklebt und ja, irgendwie gibt mir all das ein gutes Gefühl.

In diesem Jahr ist The Beat Goes On bereits zum dritten Mal in Folge mein treuer Begleiter und bietet mir neben Platz für meine Vorhaben und Notizen etc. auch einiges an Unterhaltung. The Beat Goes On verzeichnet die Todestage von mehr als 1500 Musikern und gibt dabei nicht nur Auskunft über ihr Dahinscheiden, sondern enthüllt auch pikante Details und kaum bekannte Anekdoten aus ihrem Leben, erinnert an ihre größten Hits und ruft auch weniger bekannte Vertreter der Zunft ins Gedächtnis. Das gute Stück kommt in gewohnt hübscher Bibel-Optik daher und ist geradezu ein Garant für ungläubige Blicke.



Falls ihr also noch keinen Begleiter mit gutem Gedächtnis für 2015 gefunden haben solltet, ist es noch nicht zu spät. Ihr könnt The Beat Goes On für 14,95 € beispielsweise direkt beim Suhrkamp Verlag erstehen. Nix wie los!

Montag, 9. Februar 2015

 We could walk together.

| 17. Januar 2015 |

Seit meinem letzten Post sind tatsächlich ganze zwei Monate ins Land gezogen. Floskeln à la "Schande über mein Haupt!" etc. sind in diesem Fall jedoch nicht angebracht, da mir in den letzten Wochen eher danach war mein Leben zu leben als zu bloggen. Auch wenn die Schreiberei nach wie vor zu einer meiner größten Leidenschaften zählt, bin ich froh, dass ich in dieser Hinsicht zurzeit keinerlei Verpflichtungen mehr nachkommen muss. Dennoch finde ich es wirklich traurig, dass das SUPREME MAG vorerst auf Eis gelegt ist. Aber wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich ja bekanntlich irgendwo wieder eine andere, oder wie war das? Es gibt aber auch einfach Dinge, die ich nicht mit der Öffentlichkeit teilen muss. Gedanken, die manchmal besser auf einem Blatt Papier im Nachtschrank aufgehoben sind als auf einer Plattform in den Weiten des Internets. 

Eine Floskel lasse ich mir dennoch nicht nehmen: Ich gelobe Besserung! Die vorlesungsfreie Zeit ist eingeläutet und erlaubt mir etwas mehr kreativen Freiraum, den ich gerne nutzen mag, wenn es der Nebenjob und die Hausarbeiten erlauben. Da aber jeder ein Ventil braucht, bin ich dem eigentlich ganz positiv gesinnt. Das Jahr steckt noch in den Kinderschuhen und ich möchte meinen Vorsätzen wieder vermehrt analog zu fotografieren, mich intensiver den Neuerscheinungen der Musik- und Filmwelt zu widmen, auf vielen Konzerten zu tanzen, zu reisen und weiterhin so viel zu lesen, gerecht werden und euch gerne daran teilhaben lassen. Also: Auf ein Neues!