Donnerstag, 6. Juni 2013

 London Diary analogue.

Bei einem Trip in die britische Hauptstadt, darf ein Besuch der Brick Lane natürlich nicht fehlen. Es wimmelt dort wirklich von Vintageläden, unglaublich. Gefühlt gab es in jedem Gebäude im Keller, im Obergeschoss und natürlich auch im Erdgeschoss alte Schätze zu teils doch fairen Preisen. Für ausgiebiges Vintage-Shopping muss man natürlich ausreichend Zeit und Geduld mitbringen und Sandra und ich hatten weder das eine noch das andere an unserem letzten Tag in London. Next time!

Allerlei Blödsinn gab es auf der Brick Lane auch. Wobei diese Wrestlingmasken vielleicht gar nicht so blödsinnig sind. Immerhin könnte ich noch an eine Karriere als Wrestlerin denken, falls das mit Hollywood in den kommenden Jahren doch nicht klappen sollte. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Wo wird man schon von Ian und Patti direkt im Eingangsbereich "begrüßt"? Ein Abstecher zu Rough Trade ist für Musikliebhaber nicht nur deswegen unumgänglich. Uns verschlug es zu Rough Trade East, wo wir den obligatorischen Photoautomatenbildern genauso wenig widerstehen konnten wie dem stundenlangen Stöbern in der riesigen Auswahl an Vinyls und CDs.

Wenn man Ewigkeiten unterwegs ist und mehere Kilometer Fußmarsch hinter sich hat, muss natürlich eine passende Stärkung her. Wir entschieden uns für den Breakfast Club in Soho, der wirklich zu empfehlen ist. Nicht zuletzt wegen des schönen (und schwulen) Kellners. Das Essen war natürlich auch nicht zu verachten.

Aufgrund enormen Zeitmangels, mussten wir uns sonntags für nur ein Museum entscheiden. Da die David Bowie Ausstellung im V&A nur temporär ist, fiel unsere Wahl darauf. Leider wussten wir nicht, dass man sich Tickets kaufen musste und bei unserem Glück waren an diesem Tag schon alle ausverkauft. Schade.

Die Oxford Street. Definitiv eine der Einkaufsmeilen Europas. Ein Laden jagt den nächsten und vor allem der riesige Topshop hat mich umgehauen. Reizüberflutung galore! Ich habe mir dort echt nichts gekauft, weil ich einfach so erschlagen von der Auswahl war. Und es gab Cupcakes und Frozen Yoghurt. Mitten im Topshop! Verrücktes London.

Auch kamen wir nicht umhin ein wenig Sightseeing zu betreiben. Das hatten wir uns für den letzten Tag auf die To-Do-List geschrieben und konnte es am Abend erfolgreich abhaken. Unsere Muttis sind stolz! Auch, weil wir leckeren und überteuerten Tee von Harrods als Geschenk mitbrachten. Gerngeschehen.

Der Buckingham Palace war kein Bild wert. Der Victoria Brunnen davor hingegen schon eher. Der ist wenigstens noch etwas pompös. Der Buckingham Palace hat uns wirklich sehr enttäuscht und viel mehr an eine Wellblechhütte als an irgendwas anderes erinnert. Und was hab ich mich über die Leute aufgeregt. Die tummelten sich wie die Idioten in den angelegten Blumenbeeten und posierten im Sitzen, Stehen oder gar Liegen fürs Touri-Album. Menschen, ey.

Meine Adleraugen (das hat mein Augenarzt irgendwann wirklich mal gesagt) erspähten am Ende des St. James' Parks das London Eye und den Big Ben. Kurzerhand spazierten wir durch das Grün inmitten der Großstadt und sahen nicht nur abgefahrene Enten und einen schwarzen Schwan (Natalie Portman kann einpacken), sondern auch haufenweise Eichhörnchen. Eines hat sogar an meiner Hand geschnuppert. Ich hoffe, ich werde jetzt nicht krank. Aber selbst das wär's wert.

So ziemlich das gleiche Foto habe ich ja bereits in meinem Instagram-Rückblick untergebracht. Hier dann nochmal die analoge Version. Ich bin einfach sehr begeistert von diesem Bildausschnitt. Die Westminster Abbey schauten wir uns auch an. Allerdings nur von Außen, da sie geschlossen war. Aber der Big Ben war sowieso viel interessanter.

Deswegen ist er hier gleich nochmal zu sehen. Eingetaucht in das Licht des wunderschönen rötlichen Sonnenuntergangs. Das kommt auf dem Foto natürlich nicht halb so gut rüber wie in Echt. Schade eigentlich. Dabei ist der Kontrast zum Himmel auch so super. Das bezaubernde Original ist in meiner Erinnerung sowieso am besten erhalten. Nur leider kann ich das nicht mit euch teilen.

Da ist es - das London Eye. Direkt um die Ecke des Big Ben. Aber wo zur Hölle ist die Tower Bridge? Sieht es auf Postkarten nicht immer so aus, als sei die Tower Bridge direkt neben dem Big Ben? Nachdem wir sie nicht entdecken konnten, stellte ich die These auf, dass die Engländer einfach all ihre Sehenswürdigkeiten auf einen Fleck photoshoppen, um die Touristen anzulocken. So wird es sein.

Neben den tollen roten Doppeldeckerbussen war die Tube unser zweitliebstes Fortbewegungsmittel. Auch wenn wir mit Koffern in Türen stecken blieben und uns während einiger Fahrten im Stehen nicht einmal festhalten mussten, weil die Menschen so nah beieinander standen, dass es gar nicht möglich war, umzufallen. Ja, so genießt man das Leben in vollen Zügen.



Kommentare:

  1. ich mag es, dass du nicht immer die typischen sachen fotografierst. sondern mehr das drumherum. dadurch kriegt man irgendwie einen cooleren eindruck von allem ;)


    groetjes
    vreeni

    www.freakinyou.blogspot.de

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